Vortrag von Alexander Bursche (Warschau)
6. Heinrich-Dressel-Vorlesung und Festvortrag zu Ehren des 100. Geburtstages von Maria R.-Alföldi
Die Anfänge des germanischen Münzwesens werden traditionell im frühen Mittelalter und in Westeuropa verortet. Neue Funde zeichnen jedoch ein anderes Bild: Bereits im 3. Jh. n. Chr. entstanden im gotischen Kulturkreis Ostmitteleuropas – insbesondere in der heutigen Westukraine – eigene Münzprägungen.
Wie aber gelangten das Wissen und die Techniken der Münzprägung aus den römischen Provinzen in das Barbaricum? Woher stammte das benötigte Metall? Wie wurden römische Münzen als Vorbilder aufgegriffen, nachgeahmt und verändert? Und welche Funktionen hatten diese frühen lokalen Prägungen in Gesellschaften jenseits der Grenzen des Römischen Reiches?
Diesen Fragen geht der Archäologe Prof. Dr. Dr. Aleksander Bursche in der 6. Heinrich-Dressel-Vorlesung nach, die zugleich als Festvortrag anlässlich des 100. Geburtstags von Maria R.-Alföldi stattfindet. A. Bursche zählt zu den international führenden Spezialisten für die vielfältigen Beziehungen zwischen Rom und dem Barbaricum. Für seine Forschungen wurde er vielfach ausgezeichnet.
Zur Vorlesung und zum anschließendem Empfang laden die Akademienvorhaben Imagines Nummorum und Corpus Inscriptionum Latinarum sowie das Münzkabinett Berlin herzlich ein.
Um Anmeldung wird gebeten unter https://tinyurl.com/Dressel-Vorlesung.
Zeit & Ort
27.11.2026 | 17:00
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Akademieflügel der Staatsbibliothek
Unter den Linden 8
10117 Berlin
Lise-Meitner-Saal
