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Spielerisch im Einsatz für den Kulturgutschutz.

Bildungsprojekt zur Antike präsentiert das Brettspiel "Taskforce: Saving Antiquities" am 25. November im Neuen Museum.

News vom 16.11.2021

Wer engagiert sich für den Schutz von Kulturgut? Welche Kompetenzen sind gefragt, wenn die Echtheit eines Objekts geprüft werden muss? Wer recherchiert die Objektgeschichte? Das Brettspiel "Taskforce: Saving An­tiquities" führt die Spieler:innen hinter die Kulissen des Kulturgutschutzes. Am 25. No­vember stellen die Projektverantwortlichen das Brettspiel im Griechischen Hof des Neuen Museums auf der Museumsinsel Berlin vor.

"Taskforce: Saving Antiquities" ist ein kooperatives Brettspiel, mit dem Handlungsspielräume und Entscheidungsstrukturen simuliert werden, die für die Arbeit mit Kulturgut grundlegend sind. So können Nutzer:innen spielerisch komplexe Prozesse von der Bewahrung bis zur Restitution kennenlernen. Das Spiel wird von einer Website ergänzt, die bereits im September 2021 online gegangen ist.

Antike Gegenstände und Gebäude sowie immaterielle Kulturgüter zu schützen, ist eine Herausforderung, die sich immer und überall auf der Welt stellt. Oft wird der Wert von Kulturgut aber erst anerkannt, wenn es beschädigt oder in seinem Fortbestand massiv bedroht wird – wie bei der Zerstörung von Palmyra oder dem Brand der Notre-Dame. Plötzlich wird seine Bedeutung für die jeweilige Gemeinschaft und deren Identität wahrgenommen, Schutzmaßnahmen diskutiert und organisiert. Unter Kulturgutschutz ist aber weit mehr zu verstehen, als der Schutz des Welterbes vor Zerstörung. Plünderungen, Diebstahl oder Schmuggel spielen eine ebenso wichtige Rolle.

Das Brettspiel wurde im Rahmen des Projekts "Saving Antiquities" entwickelt, an dem das Berliner Antike-Kolleg, das Ägyptische Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin und der Studiengang Game Design an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin beteiligt sind. "Wir möchten zeigen, wie relevant die Altertumswissenschaften für den Erhalt unseres kulturellen Erbes ist, und haben dafür ein Format entwickelt, dass nicht nur wissenschaftliche Inhalte vermittelt, sondern auch Spaß macht", sagt Projektleiterin Dr. Henrike Simon von der Humboldt-Universität zu Berlin und Geschäftsführerin des Berliner Antike-Kollegs.

Im Rahmen der Veranstaltung am 25. November können die Besucher:innen das Spiel als erste testen. Au­ßerdem erhalten Sie an verschiedenen Stationen Einblick in die Arbeit von Kulturgutschützer:innen. Das Grußwort spricht der Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, Prof. Dr. Markus Hilgert.

Das Projekt "Saving Antiquities" wird vom 1. Oktober 2020 bis zum 31. Dezember 2021 von der VolkswagenStiftung im Programm "Weltwissen. Strukturelle Förderung Kleiner Fächer" (Förderlinie 2: Wissenschaftskommunikation) mit knapp 100.000 Euro gefördert. "Saving Antiquities" möchte ein Bewusstsein für den komplexen Umgang mit archäologischen Kultur­güter schaf­fen und die verschiedenen Interessens­gruppen und deren Tä­tig­keitsfelder verständlich erklären. Die Umsetzung des Projekts erfolgt durch Expert:innen aus den Bereichen Kulturgutschutz, Game Design und Wissenschaftskommunikation. Beteiligt sind die Humboldt-Universität zu Berlin, die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und das Ägyptische Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin

Zeit & Ort

25. November 2021, 18:30 Uhr
Neues Museum
Bodestraße 1-3
10178 Berlin

Eine Anmeldung unter sekretatriat@berliner-antike-kolleg.org ist erforderlich. Es gilt die 2G-Regelung. Teilnehmende werden durch die Organisator:innen im Vorfeld der Veranstaltung über die Hygienemaßnahmen informiert.

Die Veranstaltung musste aufgrund der aktuell stark steigenden Inzidenz in Berlin abgesagt werden. Ein neuer Termin im Frühjahr 2022 ist in Planung.

Weitere Informationen

www.saving-antiquities.org/
www.berliner-antike-kolleg.org/

gamedesign.htw-berlin.de/

www.volkswagenstiftung.de/

www.smb.museum/

Kontakt

Dr. Henrike Simon, Geschäftsführerin des Berliner Antike-Kollegs, Tel.: 030-266428520, E-Mail: henrike.simon@berliner-antike-kolleg.org

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