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"Saving Antiquities" – Ein neues Projekt vermittelt spielerisch Hintergründe und Funktionsweisen des Kulturgutschutzes.

Die VolkswagenStiftung fördert das institutionenübergreifende Projekt ab Oktober 2020.

News vom 11.05.2020

In Berlin startet mit "Saving Antiquities" ab Oktober 2020 ein innovatives Projekt, das das Zusam­menwirken der verschiedenen Akteure im Bereich des Kulturgutschutzes interaktiv für die breitere Öffentlichkeit erfahrbar macht. Das Projekt wird für 12 Monate von der Volkswa­genStiftung im Programm "Weltwissen. Strukturelle Förderung Kleiner Fächer" (Förderlinie 2: Wissenschaftskommu­nikation) mit knapp 100.000 Euro gefördert. Zielsetzung des Pro­jekts ist es, die Rolle und Bedeutung der Altertumswissenschaften für den Erhalt des kultu­rellen Erbes nachvollziehbar zu ma­chen. Im Zentrum steht die Entwick­lung eines kooperati­ven Gesellschaftsspiels. Das Projekt wird von der Humboldt-Universität zu Berlin (Berliner Antike-Kolleg) und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (Game Design) gemein­sam mit dem Ägyptischen Museum und Papyrussammlung der Staat­lichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz durch­geführt.

Wie funktioniert Kulturschutz in der Praxis? Wer schützt unser kul­turelles Erbe eigentlich? Und welche Rolle spielen dabei die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die mit antiken Ob­jekten arbei­ten? Das Projekt wird Antworten auf diese Fragen geben, die im gesellschaftlichen Diskurs selten thematisiert werden. Es wird Hin­tergründe liefern und Funktionsweisen ver­deutlichen, indem es die Rollen der verschiedenen Ak­teure erkennbar macht und dabei auf­zeigt, wie unverzichtbar die "Kleinen Fächer" im Be­reich der Al­tertumswissenschaften in die­sem Zusammenhang sind.

Mit einem Angebot von vier Modulen soll ein Bewusstsein für die Thematik geschaffen, Ver­ständnis gefördert und Interesse an einer eigenständigen Vertiefung von Wissen gefördert werden. Im Zentrum des Projekts steht die Entwicklung eines kooperativen Gesell­schafts­spiels "Taskforce: Saving Antiquities". Das Spiel wird als Hybridspiel umge­setzt und verbindet damit analoge und digitale Komponenten. Die Spielentwicklung wird durch drei wei­tere Module kom­plementiert. Zu diesen gehört das Informations­portal, auf dem All­gemeines und weiterfüh­rende Hinweise zum Schutz und Erhalt von archäologischen Kulturgü­tern abruf­bar sein wer­den. Weitere Module bilden eine um­fas­sende Berichterstattung zum Thema und zum Projekt durch eine eigens entwickelte Social Me­dia-Strategie und ein Veran­stal­tungspro­gramm.

Die Umsetzung des Projekts erfolgt durch Experten aus den Bereichen Kulturgutschutz, Game Design und Wissenschaftskommunikation/Projektmanagement. Projektverantwortlich sind Prof. Thomas Bremer (DE:HIVE Institute, Game­design, Hoch­schule für Technik und Wirt­schaft Berlin), Dr. Ro­bert Kuhn (Ägyp­tisches Mu­seum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz) und Dr. Henrike Si­mon (Humboldt-Universität zu Berlin, Berliner An­tike-Kolleg). Die in Berlin vorhandene besondere Viel­falt und Dichte altertumswissen­schaft­licher Kompetenz und die engen Ver­netzungsstrukturen, die das Berli­ner Antike-Kolleg bietet, bringen weitere Synergien und eröffnen dem Projekt wertvolle Ergänzungen.

Kontakt

Dr. Henrike Simon
Geschäftsführerin des Berliner Antike-Kollegs
Tel.: 030-266428520
E-Mail: henrike.simon@berliner-antike-kolleg.org

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