Lecture by Lauren Osthof (Berlin) & Jenny Gabel (Hamburg)
Abstract
Die Entwicklung einer virtuellen Anwendung des milesischen Theaters verbindet Fragestellungen aus der Alten Geschichte, der Klassischen Archäologie und der Informatik miteinander. Ziel ist es, einen individuellen, interaktiven Zugang zu entwickeln, mit dem erstmals die Inschriften, Spielfelder und bildlichen Graffiti des Theaters erforscht werden können. Anhand von Inschriften etc. wird untersucht, wie sich verschiedene antike Akteure und Akteursgruppen den milesischen Stadtraum auf der Mikroebene aneigneten. Dafür wurde ein maßstabsgetreues und realistisch texturiertes Modell der Ruine angefertigt und durch virtuelle Rekonstruktionen verschiedener Zeitstufen ergänzt. Die Entwicklung war durch einen kontinuierlichen iterativen Prozess zwischen allen Disziplinen geprägt. Unsere Anwendung für die virtuelle Realität (VR) ist somit ein Prototyp, der immersive Technologie und Epigraphik miteinander verbindet und sowohl in der Forschung als auch in der Wissenschaftskommunikation angewendet wird.
Der Vortrag präsentiert drei Anwendungsbeispiele, die aufzeigen, wie virtuelle Realitäten historische Fragestellungen beantworten können und damit neue Perspektiven eröffnen. Im Vordergrund stehen die Handlungen im Theater, seine Gesamtkapazität und welche Rollen seine Inschriften erfüllten.
Zoom link:https://hu-berlin.zoom-x.de/j/62272165290?pwd=DmvBO97b3JAJIutndWU2bBILGaJ3AX.1
Time & Location
Jan 19, 2027 | 04:00 PM - 06:00 PM
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Gebäude der Staatsbibliothek Berlin
Unter den Linden 8
10117 Berlin
Lise-Meitner-Saal
