Ein Anlass - acht Stimmen

Die Präsidentinnen und die Präsidenten der Trägerinstitutionen sprechen über die Gründungs- und Aufbauphase und ihre Motivation für eine Beteiligung am BAK. Gemeinsam mit dem Vorstand ziehen sie eine erste Bilanz der Zusammenarbeit und wagen einen Blick in die Zukunft der altertumswissenschaftlichen Verbundforschung in der Region Berlin/Brandenburg.

Rückblick und Perspektiven

Am 10. Mai 2011 wurde das Berliner Antike-Kolleg (BAK) feierlich im Pergamonmuseum eröffnet. Mit der Gründung des Kollegs, in dem sich zwei Universitäten und vier außeruniversitäre Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen haben, hat die aus dem Exzellenzcluster 264 Topoi geborene Idee von einem auf Dauer angelegten Verbund im Bereich der Altertumswissenschaften konkrete Gestalt angenom­men.

Seither hat das BAK eine überaus positive Entwicklung genommen. Es ist gelungen, die Kompetenzen und Ressourcen der Partner auf den Gebieten der (1) Forschung, der (2) Ausbildung und Nachwuchsförderung, der (3) Entwicklungen in den Computational & Digital Humanities sowie der (4) Wissenschaftskommunikation zu bündeln und konsequent weiterzuentwickeln. Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin und Senator für Wissenschaft und Forschung, gratuliert zum 8. Bestehen und unterstreicht die Relevanz des Kollegs für Berlin: „Internationale Spitzenforschung, ausgeprägte Kultur der Kooperation, und junge Talente aus der ganzen Welt: Dafür stehen die Berliner Altertumsforschung und das Antike-Kolleg. Sie sind ein Aushängeschild für unsere Stadt, auf das wir zu Recht stolz sein können“

Am BAK haben in den vergangenen Jahren 30 Fellows aus aller Welt geforscht und neue Impulse in die Berliner Wissenschaftslandschaft gesendet. Mehr als 100 Doktorandinnen und Doktoranden promovieren gegenwärtig an der Berlin Graduate School of Ancient Studies, die mittlerweile zu einer der größten und weltweit renommiertesten Graduiertenschulen in den Altertumswissenschaften gehört.

Von ganz besonderer Bedeutung für den systematischen Aufbau des BAK war die finanzielle Förderung durch die Einstein Stiftung Berlin. Dadurch konnten die Arbeitsbereiche in den vergangenen Jahren sukzessive ausgestaltet und ihr jeweiliges Profil geschärft werden. Die geschaffe­nen Strukturen boten wiederum ideale Voraussetzungen für die Etablierung des Einstein Center Chro­noi. Das Zentrum, das seine Arbeit am 01. Januar 2019 aufgenommen hat, ist dadurch bestens aufgestellt, um als ein neues Leuchtturm­projekt den wissenschaftlichen Austausch zum Thema „Zeit und Zeitbewusst­sein in der Alten Welt“ über die Grenzen Berlins hinaus zu befördern.

Neben Nachwuchsförderung und umfangreichen Aktivitäten zur Unterstützung exzellenter Forschung in Berlin hat das BAK z.B. mit dem Antiquity Slam auch innovative Veranstaltungsformate initiiert.

Das BAK wird seine Funktion als Zentrum, Labor und Schnittstelle für die Weiterentwicklung der Altertumswissenschaften auch weiterhin wahrnehmen. Primäre Aufgabe ist und bleibt dabei, innovative Forschungsthe­men zu identifi­zieren und diese auf ihr Potential für längerfristige Projektvorhaben zu prüfen.