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"excucurristi a Neapoli": Vergil, Augustus und die Kunst des Verschwindens

26.02.2021 | 18:00

Vortrag von Melanie Möller (Berlin)

Am 26. Februar um 18.00 Uhr lädt das "Zentrum Grundlagenforschung Alte Welt" der Berlin-Brandenburgischen Akadmie der Wissenschaften (BBAW) zum öffentlichen Vortrag mit den beiden Teilnahme- und Anmeldungsoptionen "Präsenz im Leibnizsaal" und "Digital via Zoom". Eine Anmeldung ist über den Veranstaltungsservice der BBAW oder über die Website möglich.

Die Neigung, sich der Öffentlichkeit so gut als möglich zu entziehen, gilt als eine der augenfälligen Eigenarten Vergils; diesen Eindruck vermitteln jedenfalls die wenigen Zeugnisse und zahlreichen Anekdoten über sein Leben. Was Vergils Leben als Dichter der res publica Romana auszeichnet, lässt sich als eine "Kunst des Verschwindens" beschreiben, die sich auf verschiedenen Ebenen entfaltet und (sich) auf eine introvertierte Neigung zu gründen scheint. Auf seine Weise gelingt es ihm, sich sogar Augustus als dem mächtigen Raumgestalter schlechthin bisweilen zu entziehen. Um die von Vergil praktizierte "Rückzugs-Technik" vorzuführen, sollen die in den Viten versammelten Informationen sowie einschlägige Passagen aus Vergils Werk herangezogen werden. Diese sollen schließlich mit den raumgreifenden autobiographischen Selbstverewigungsansprüchen des Augustus kontrastiert werden, wie sie sich im "Monumentum Ancyranum" dokumentieren.

Zeit & Ort

26.02.2021 | 18:00

Online über www.bbaw.de/live