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Digitalisierung der Alten Welt

Der Arbeitsbereich Repositories - Editions - Materials (REM) entwickelt traditionelle geisteswissenschaftliche Arbeitsmittel mit den Möglichkeiten digitaler Technik weiter. REM verantwortet die Erfassung, Verarbeitung und Publikation von Forschungsdaten aller altertumswissenschaftlichen Disziplinen. Neueste Technologien und international anerkannte Standards gewährleisten dabei eine dauerhafte Informationssicherung.

3D-Scan eines Architekturfragments aus Magnesia (Türkei)

3D-Scan eines Architekturfragments aus Magnesia (Türkei)
Bildquelle: Stephan Zink

Aufbauend auf Initiativen des Exzellenzclusters Topoi wird REM im Bereich der digitalen Altertumswissenschaften zu einer internen Service- und Forschungsplattform entwickelt. Die Einrichtung wird damit zu einem Motor der Entwicklung auch für andere, nationale und internationale altertumswissenschaftliche Netzwerke. REM erfüllt dabei die folgenden Aufgaben:

  • Systematische digitale Erschließung von Materialien
  • Entwicklung innovativer Methoden der Datenverarbeitung und der digitalen Edition sowie Ausbau virtueller Forschungsumgebungen im Sinne der digital humanities
  • Einbindung von IT-Aktivitäten des Exzellenzclusters Topoi und großer altertumswissenschaftlicher Verbünde in Berlin und Deutschland (u.a. IANUS) mit dem Ziel, gemeinsame technische Verfahren zu etablieren
  • Vermittlung digitaler Techniken und Methoden

Als zentrales Instrument für den Umgang mit digitalen Forschungsdaten wurde bereits in Topoi die Edition Topoi gegründet. Diese hoch innovative Plattform ermöglicht neben der digitalen open-access-Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten auch die Publikation digitaler Forschungsdaten in zitierfähiger und langzeitgesicherter Form. REM wird die integrale Publikationsstrategie für die Altertumswissenschaften nach dem Ende des Clusters fortführen und weiter ausbauen.

Im Bereich REM arbeiten die Berliner altertumswissenschaftlichen Institutionen zudem an spezifischen Digitalisierungslösungen für einzelne Materialgattungen. Aufgrund der bis in das 18. Jahrhundert reichenden Geschichte der im Berliner Antike-Kolleg (BAK) kooperierenden Institutionen gibt es in Berlin umfangreiche Sammlungen von Objektgruppen. Dazu gehören beispielsweise die weltweit einzigartige Sammlung griechischer und römischer Architektur in der Antikensammlung (Staatliche Museen Berlin, ca. 3.800 Objekte), der Terrakotten-Bestand der Antikensammlung (ca. 6.000 Objekte), die Abklatsche antiker Inschriften in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) oder die fotografischen Sammlungen und Grabungsarchive des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI).

Diese und andere Materialgruppen sollen unter Verwendung innovativer Techniken aufbereitet werden, um sie weltweit zugänglich zu machen und damit auch neue Forschungsfragen zu ermöglichen. Ausgangspunkt sind dabei sowohl aktuelle Projekte des Exzellenzclusters Topoi als auch andere übergreifende Initiativen zur Datensicherung in Berlin. Erste Pilotprojekte in REM behandeln die Erfassung und Analyse antiker Architekturfragmente und die Möglichkeiten photogrammetrischer Erfassung archäologischer Kulturgüter.