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Nathalie Marie Kettner M.A.

Nathalie Marie Kettner

Ancient Languages and Texts (ALT)

Geschichte

Address
Freie Universität Berlin
Friedrich-Meinecke-Institut
Koserstraße 20
14195 Berlin

10/2025 – 12/2025
Teilnahme am Doktorandenaustauschprogramm der BerGSAS mit der Universität Oxford (Faculty of Classics) während des Michaelmas Term, Gastbetreuer: Prof. Dr. Peter Thonemann (Wadham College)

09/2024
Forschungsreise in den Raum Asia Minor mit dem Friedrich-Lapp-Stipendium der Ernst-Kirsten-Gesellschaft (07.-22.09.24)

Seit 03/2024
BerGSAS-Stipendiatin, Programm "Ancient Languages and Texts"

04/2024
Teilnahme an der Epigraphischen Akademie in Südfrankreich (Veranstalter: Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik des DAI, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Seminar für Alte Geschichte und Epigraphik der Universität Heidelberg)

10/2022 – 03/2024
Doktoratsstudium der Philosophie, Alte Geschichte und Altertumskunde, Universität Wien

03/2023 – 08/2023
Technische Mitarbeiterin im FWF-Projekt "Neuedition der Bauberichte von Didyma", ÖAW - ÖAI Abteilung Altertumswissenschaften, FG Antike Rechtsgeschichte und Papyrologie

03/2022 – 10/2022
Studium der Orientalistik (B.A.), Universität Wien

01/2022 – 11/2022
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im FWF Lise-Meitner-Projekt "Retrieving the Local from the ´Classical´: Family, Society, and Self-expression in Roman Imperial Cibyra", ÖAW - ÖAI Abteilung Altertumswissenschaften, FG Epigraphik

04/2019 – 12/2021
Masterstudium im Fach Alte Geschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

04/2020 – 09/2020
PONS-Austauschprogramm, Institut für Klassische Altertumskunde, Abteilungen für Klassische Archäologie und Alte Geschichte, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

07/2019 – 08/2019
Research Assistent, Supplementum Epigraphicum Graecum, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg / IAS Princeton

10/2015 – 03/2019
Bachelorstudium in den Fächern Alte Geschichte und Klassische Archäologie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

11/2016 – 06/2019
Studentische Hilfskraft im SFB 933 "Materiale Textkulturen. Materialität und Präsenz des Geschriebenen in non-typographischen Gesellschaften", Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Steuererhebung und Reichsintegration, Erinnerungsbildung und Selbstver­gewisserung – Inschriften zum Abgabenwesen im Osten des Römischen Reiches (1. Jh. v. Chr.–3. Jh. n. Chr.) 

In meinem Dissertationsprojekt beschäftige ich mich mit dem Steuersystem während der frühen und hohen Kaiserzeit und der mit ihr einhergehenden Publikations- und Inschriftenpraxis in städtischen Räumen im Osten des Römischen Reiches. Ich frage danach, auf welchen Grundprinzipien die Steuererhebung basierte, welche Erhebungsverfahren angewandt wurden und wie die Einnahmen verteilt wurden. Des Weiteren soll der Frage nachgegangen werden, wie die römische Verwaltung für Steuertransparenz sorgte. Wurden steinerne Monumente oder vergängliche Materialien genutzt, um die Steuerpflichtigen über die gültigen Gesetze zu informieren? Mit welcher Intention und von welchen Personen wurden Steuer- und Zollgesetze, Listen und Inschriftendossiers zur Abgabenerhebung in Stein gemeißelt?

Die Erhebung von Steuern ist ein zentrales Merkmal von Staatlichkeit. Jedoch besteht in den Altertumswissenschaften bisher ein methodisches Problem: Es herrscht keine Klarheit darüber, wie Steuern und andere Abgabenformen klassifiziert und gedeutet werden sollen. Häufig greift man auf die antike Terminologie zurück. Die lateinischen und griechischen Begriffe sind jedoch Sammelkategorien, die gelegentlich wenig über die betreffende Abgabe aussagen. Daher greife ich in meiner Dissertation konsequent und historisch informiert auf Grundbegriffe der Finanzwissenschaften zurück, um die antiken Abgaben zu kategorisieren und das römische Steuersystem zu analysieren.

Dieses Projekt wird gefördert durch ein Promotionsstipendium der Einstein Stiftung Berlin im Rahmen des Einstein Foundation Doctoral Programme der BerGSAS 2024–2027.

Dieses Projekt wird gefördert durch ein Friedrich-Lapp-Stipendium der Ernst-Kirsten-Gesellschaft 2024.

Die Arbeit wird betreut durch Frau Prof. Dr. Babett Edelmann-Singer (Alte Geschichte, Freie Universität Berlin) und Herrn PD Dr. Sebastian Prignitz (Arbeitsstellenleiter der Inscriptiones Graecae, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften).

2026
„Direkte“ und „indirekte“ Steuern in Rom? Von den methodischen Problemen einer Analysekategorie und ihren Alternativen. Historische Zeitschrift (im Druck). 

2025
Blogeintrag für die Website des MAPPOLA-Projektes gemeinsam mit Dr. Chiara Cenati: https://mappola.eu/index.php/2025/09/12/a-sarcophagus-for-three-the-tragic-story-of-a-late-antique-senatorial-family-revealed-by-two-grave-inscriptions-from-salona/