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Hans Kopp

Hans Kopp M.A.

PhD Project

Ausgehend von der Beobachtung, dass Thukydides' Geschichte des Peloponnesischen Krieges einerseits als der Klassiker antiker Auseinandersetzung mit Seeherrschaft schlechthin gilt, es andererseits aber eine Vielzahl teils konträrer Lesarten der tatsächlichen Bedeutung maritimer Macht in seinem Werk gibt, fragte die Untersuchung nach der konkreten Funktion, die dem Motiv der Seeherrschaft in Thukydides' Text zukommt. Dabei zeigte sich, dass Thukydides mittels seiner Methoden der Darstellung ein betont nüchternes, d. h. vor allem die tatsächlichen Möglichkeiten maritimer Macht und deren Grenzen auslotendes Bild zeichnet. Durch die Gegenüberstellung dieses Ergebnisses mit anderen Stimmen des 5. Jahrhunderts v. Chr., die ebenfalls die Möglichkeit der "Meeresbeherrschung" reflektieren, zeigte sich, dass die zeitgenössische Bedeutung seiner Analyse vor allem in der Zurückweisung simplifizierender Deutungen des Faktors maritimer Macht in der politischen Debatte lag.

Die Dissertation ist im Rahmen der Forschungsgruppe B-1 Routes – Water – Knowledge des Exzellenzcluster 264 Topoi entstanden.

 

Curriculum Vitae

02/2016 Promotion
seit 01/2016 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FU Berlin im Projekt „Bewegung als Prinzip: Dynamik und Transformation als politische Impulse im 5. Jh. v. Chr.“
2010 – 2013 Masterstudium der Alten Geschichte an der FU Berlin
2006 – 2010 Bachelorstudium der Geschichte und Kunstgeschichte an der FU Berlin
2005 Abitur am Benedikt-Stattler-Gymnasium Bad Kötzting